Dokumente und Darlegungen zum Fall Gustl Mollath
Die Anzeichen und Nachweise für das Komplott

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Bearbeitungsstand: 2. April  2015

Etikett Foto Mollath

„Die Details sind die Quelle der Erkenntnis.“

*

“Ich befasse mich nur mit Details,
was aber keineswegs den Blick verengt,
sondern nur schärft. Auch für die großen Dinge.”


(Rechtsanwalt Dr. h.c. Gerhard Strate,
Ex-Verteidiger Gustl Mollaths)

Quelle: Polizeiliche Ermittlungsakte    Gustl Mollath 
Foto: Photomacher Michael Förtsch
                                                                                                                                        

 
Es waren die angeblichen Sachbeschädigungen Gustl Mollaths, die einst den Ausschlag dafür gaben, dass Dr. Klaus Leipziger Gustl Mollath für allgemeingefährlich erklärt hat. Also konnte Richter Otto Brixner vor allem dieser vermeintlichen Sachbeschädigungen wegen sein inzwischen annulliertes Unrechtsurteil vom 8.8.2006 fällen - mit dem er Mollath auf damals unabsehbare Zeit in die Psychiatrie "verräumt" hatte.

Von diesem Tatvorwurf wurde Gustl Mollath 2014 im Wiederaufnahmeverfahren (WAV) freigesprochen. Ein Freispruch ohne Wenn und Aber - und zur Beruhigung einiger mehr oder weniger staatstragenden Zeitgenossen und deren Überbau erfreulich geräuschlos.

Man könnte es bei diesem Freispruch bewenden lassen - wenn im Wiederaufnahmeverfahren nicht folgendes behauptet worden wäre:

"Die unserem Mandanten zur Last gelegten Handlungen sind erfunden und konstruiert. Das Ziel dieses Konstrukts ist bekannt. Es ging darum, den früheren Ehemann von Frau Mollath zu psychiatrisieren."
(Rechtsanwalt Johannes Rauwald in seinem Plädoyer - siehe HV-Mitschrift vom 8.8.2014 Seite 182).
Erstaunlicherweise stieß Rauwalds Aussage auf wenig öffentlichen Widerhall. Nahezu lautlos wurde hingenommen, dass Mollath in 2006 letztlich aufgrund eines konstruierten Tatvorwurfs für über sieben Jahre in der forensischen Psychiatrie gelandet war. Als ob konstruierte Tatvorwürfe eine ganz normale Sache wären. In einem Rechtsstaat? - Aber HALLO!

Die geringe Aufmerksamkeit für den Freispruch zum Konstrukt "Tatvorwurf Sachbeschädigungen" und für das Konstrukt an sich war auch dem Umstand geschuldet, dass das bayerische Gericht dem Angeklagten Gustl Mollath gleichsam "von hinten durch die Brust ins Auge" via Freispruch doch noch eine Körperverletzung und - zu seiner "Entschuldigung" - auch noch eine nicht auszuschließende zeitweilige Wahnstörung anhängte. Ein hinterfotziger bajuwarischer Kunstgriff sondergleichen.
 
Bis dato streiten neben vielen anderen auch die Rechtsgelehrten, ob man gegen ein solches Urteil überhaupt erfolgreich Revision einlegen kann; manche vermissen die "Beschwer".

Der Bundesgerichtshof wird darüber in den nächsten Wochen oder Monaten befinden.

Unterdessen fragte kaum jemand nach den Konstrukteuren des Konstrukts "Tatvorwurf Sachbeschädigungen"; die muss es doch bei einem "Konstrukt"  zweifellos geben!

Dieses Desinteresse, diese Gleichgültigkeit wollte ich nicht einfach hinnehmen. Zumal gerade diese Konstrukt-Geschichte weit über den Fall Mollath hinausreicht. An ihr wird nämlich deutlich, wie leicht es prinzipiell einen jeden von uns treffen kann. Dazu muss man nur Leuten mit den richtigen Verbindungen gründlich in die Quere kommen. Und es sind bei weitem nicht immer nur notorische Querulanten, die anderen Leuten bisweilen in die Quere zu kommen pflegen.  

Seit November 2012, als ich Mitglied der "Arbeitsgemeinschaft Solidarität mit Gustl Mollath" geworden war, oblag mir die Untersuchung des Tatvorwurfs Sachbeschädigungen. Bei meinen Recherchen konnte ich auf eine Kopie des  polizeilichen Ermittlungsvorgangs zu diesem Tatvorwurf und weitere Unterlagen zurückgreifen.

Infolgedessen wähnte ich mich in der Lage, eine fundierte Dienstaufsichtsbeschwerde einzureichen. Das habe ich am 13.1.2015 getan, und zwar beim Präsidenten des Polizeipräsidiums Mittelfranken. Dabei beschränkte ich mich auf die wesentlichsten Feststellungen, soweit sie einen Amtsträger betreffen (s. Spalte rechts).

In seiner Eingangsbestätigung vom 20.1.2015 teilte mir das Polizeipräsidium mit, dass man diese Sache an die zuständige Staatsanwaltschaft abgegeben habe.

Die Antwort des Leitenden Oberstaatsanwaltes in Nürnberg-Fürth vom 4.2.2015 erreichte mich auf dem Postweg am 19.2.2015. Ihr Tenor: Die von mir erhobenen Vorwürfe seien haltlos. Auf Grund einer Überprüfung des Vorgangs sei ein Fehlverhalten nicht erkennbar, weswegen für dienstaufsichtliche Maßnahmen keine Veranlassung bestehe.

Das wollte ich nicht unwidersprochen im Raum stehen lassen. Deshalb erwiderte ich der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth, dass nicht meine Vorwürfe haltlos sind,  sondern die Darlegungen in ihrer Antwort vom 4.2.2005 einer tragfähigen Grundlage entbehren. Dazu legte ich nochmals einige Ergebnisse meiner Recherchen dar. 
Dienstaufsichtsbeschwerde an das Polizeipräsidium Mittelfranken vom 13.1.2015:

DAB Seite 1





Eingangsbestätigung des Polizeipräsidiums Mittelfranken vom 20.1.2015:
PPMF-Ebest
Am 13.3.2015 erreichte mich dann ein Bescheid der Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg vom 11.3.2015: Die Generalstaatsanwaltschaft schließt sich der Entscheidung des Leitenden Oberstaatsanwalts in Nürnberg-Fürth (s. dessen Schreiben vom 4.2.2005) an.

Am 16.3.2015 schickte ich der Generalstaatsanwaltschaft ein Schreiben, in dem ich den bisherigen Schriftverkehr rekapituliere. Das Resümee: Es gibt nicht den geringsten Grund, von den Aussagen in meiner Dienstaufsichtsbeschwerde vom 13.1.2015 Abstand zu nehmen. Im Gegenteil!



Ich gab und gebe mich übrigens nicht der Illusion hin, im "Fall Mollath" auch nur einen einzigen Angehörigen der bayerischen Justiz dazu bewegen zu können, "Fehler" von Justiz und Polizei einzuräumen. In dieser Hinsicht sind die Schotten dicht, die Reihen fest geschlossen.

Oberstaatsanwalt Dr. Meindl wollte Mollath im Wiederaufnahmeverfahren sogar zum Tatvorwurf Sachbeschädigungen erneut verurteilt sehen (s. HV-Mitschrift v. 8.8.2014 - Plädoyers). Und das, obwohl er in einem Entwurf für den Wiederaufnahmeantrag der Staatsanwaltschaft eben diese Sachbeschädigungen betreffend von einer vorsätzlichen Rechtsbeugung Brixners gesprochen hatte (s. z.B. Nürnberger Nachrichten, Michael Kasperowitsch, 20.6.2013 - s. http://www.gustl-for-help.de/medien.html).
 
Was für ein Sinneswandel. Unfassbar! Das lässt sich nur noch mit erzwungenem Korpsgeist und Freistaatsraison erklären.
Antwort des Leitenden Oberstaatsanwaltes in Nürnberg-Fürth vom 04.02.2015 (Eingang 19.2.2015):

Seite 1:
Seite 1

Seite 2:
Seite 2
In Sachen Unabhängigkeit scheinen ausgerechnet bei der bayerischen Justiz Hopfen und Malz verloren zu sein. Als Pfälzer, der ich bin, kann man heilfroh sein, dass die seit 1816 zu Bayern gehörende Pfalz nach dem II. Weltkrieg aus der Vorherrschaft dieses  Freistaates genommen wurde.

                                                    * * *

Wer den Seiten dieser Homepage seine Aufmerksamkeit schenkt, wird selbst entscheiden können, ob die Darlegungen in meiner Dienstaufsichtsbeschwerde vom 13.1.2015 zutreffen - oder ob die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth mit ihrer Antwort vom 4.2.2015 (Eingang bei mir: 19.2.2005) doch richtig liegt.

Ferner kann man auf diesen Seiten in Erfahrung bringen, dass bei dem Konstrukt "Tatvorwurf Sachbeschädigungen" mehrere Personen heimlich und leise, auf stillen Wegen planvoll zum Nachteil Mollaths vorgingen. Wenn man Wikipedia Glauben schenken darf, ist in einem solchen Fall die Bezeichnung Komplott oder Verschwörung erlaubt.
 
Glücklicherweise wurde dabei mitunter auch geschlampt. Und es sind eben diese Schlampereien, die belegen, dass die Verurteilung Mollaths zum Tatvorwurf Sachbeschädigungen in 2006 eben nicht bloß das Resultat schlampiger und fehlerbehafteter Ermittlungen war, sondern das gezielt herbei geführte Ergebnis des planvollen Zusammenarbeitens mehrerer Personen.
Meine Erwiderung
vom 24.2.2015:
(PDF mit Links)
Seite 1

Antwort der Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg vom 11.3.2015:

Seite 1:                  Seite 2:Antwort GenStA Seite 2Antwort GenStA Seite 1

Auf dieser Homepage stehen die - einstigen - mutmaßlichen Sachbeschädigungen ("Serientat") Gustl Mollaths im Mittelpunkt. Aber dieser einstige Tatvorwurf kann selbstverständlich nicht völlig losgelöst von den übrigen Aspekten des Falles behandelt werden. Er knüpfte ja an andere Tatvorwürfe (Körperverletzung, Freiheitsberaubung) und weitere  Begebenheiten an.
Soweit frühere Begebenheiten auch im Hinblick auf den späteren Tatvorwurf Sachbeschädigungen relevant sein könnten, werden sie in dem nachfolgenden chronologischen Abriss einzeln aufgeführt.
   
Meine Erwiderung vom 16.3.2015:
Erwiderung GenStA
 
 Quellen zum Fall Mollath
 

Nach Erscheinungsdatum, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

gustl-for-help-chronologie,

Wikipedia - Gustl Mollath,

NürnbergWiki - Gustl Mollath,

gustl-glossar.de,

Oliver Garcia, "Justiz im Wahn-Wahn",

Oliver Garcia, "Der Fall Mollath: Ein Mehrpersonenstück" (Teil 1 von 5),

dokzentrum ansTagelicht.de: "Gustl Mollath - ein Justizskandal",

Uwe Ritzer/Olaf Przybilla, „Die Affäre Mollath: Der Mann, der zu viel wusste"
,

Dr. Wilhelm Schlötterer, "Wahn und Willkür"
,

Sascha Pommrenke, "Staatsversagen auf höchster Ebene",

Prof. Dr. Henning Ernst Müller, "Fall Mollath - Einige Anmerkungen zur schriftlichen Urteilsbegründung des LG Regensburg" (a.a.O. weitere Beiträge)

Gerhard Strate, „Der Fall Mollath - Vom Versagen der Justiz und Psychiatrie“,
 
www.zeit.de/- Prof. Dr. Thomas Fischer, Vorsitzender Richter am BGH, "Es hätte nicht passieren dürfen".

In den meisten der genannten Veröffentlichungen kann Näheres zu den Angaben in dem folgenden chronologischen Abriss nachgelesen werden.

Report MZ
"Unschuldig in der
  Psychiatrie?"

<= Beitrag vom
    13.12.2011




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Der Fall Mollath


Autoren: Monika Anthes und Eric Beres

Sendung vom 18.6.2013
 
Einführende Hinweise:

Der folgende chronologische Abriss ermöglicht einen Überblick über das Fallgeschehen. Wer tiefer einsteigen will, bediene sich der jeweiligen Links; sie führen zu detaillierten Darlegungen, Fundstellen, Belegen oder Berichterstattungen in den Medien.

Übrigens wird man auf dieser Website keine haltlosen Darlegungen finden. Die Aussagen sind in aller Regel durch Dokumente oder Fundstellen belegt, vereinzelte hypothetische Überlegungen sind als solche erkennbar und wohlbegründet. 


Das Fallgeschehen zum Tatvorwurf Sachbeschädigungen habe ich bis dato in sieben Phasen eingeteilt.

- Phase I:      Der Zeitraum, in dem sich die zu einer "Serientat Mollaths" erklärten Sachbeschädigungen
                    ereigneten (31.12.2004 bis 1.2.2005).

- Phase II:    Anfang Februar bis Ende März 2005 (Anruf Dr. Leipziger bei Richter Eberl = 13. KW 2005).

- Phase III:   Ende März/Anfang April bis Ende April 2005 (weil: ursprünglich sollte der Ermittlungsvorgang
                   am 29.4.2005 an die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth abgegeben werden).

- Phase IV:    29.4.2005 (die Absendung an die Staatsanwaltschaft wird aufgeschoben) bis
                   zur nachträglichen Erstellung des am 12.5.2005 unterschriebenen Schlussberichtes.
                   In dieser "Schlussberichtsphase" wird der polizeiliche Ermittlungsvorgang zu den
                   Sachbeschädigungen massiv "aufgerüstet". Mitte Mai wird er dann nicht nur an die
                   Staatsanwaltschaft, sondern "in Abdruck" auch an Richter Eberl beim Amtsgericht
                   Nürnberg geschickt.

- Phase V:     Vorlage des Ermittlungsvorgangs zum Tatvorwurf Sachbeschädigungen bei der
                   Staatsanwaltschaft (19.5.2005) bis zur - einstweiligen - Einstellung des
                   SB-Strafverfahrens am 11.8.2005.

- Phase VI:   Beschwerde von W. Greger gegen die Einstellung des SB-Strafverfahrens gegen Mollath
                  (Ende Sep. 2005) bis Abgabe des Verfahrens an das Landgericht (Ende 2005).

- Phase VII: Die 7. Strafkammer des Landgerichts Nürnberg-Fürth unter dem Vorsitz von Otto Brixner
                  erlangt die Zuständigkeit für das Strafverfahren gegen Mollath. Das Resultat: Ein "Freispruch"
                  besonderer Art.

Verlinkte Seiten werden in aller Regel in einem neuen Fenster geöffnet.

Über Zuschriften freue ich mich, allerdings kann ich eine zeitnahe Beantwortung nicht immer gewährleisten
(s. Kontakt).
 
 
Chronologischer Abriss zum Fall Mollath
1 2 3 4
Z.-
Nr.
Zeitangabe Begebenheit Fundstellen/Hinweise
01a 30.5.2002 Im Zuge eines sogenannten Rosenkrieges  zieht Petra M. aus der gemeinsamen Wohnung aus.  S. gustl-for-help-chronologie Nr. 11,
gustl-glossar.de
01b 3.6.2002 Petra M. besorgt sich ein ärztliches Attest, in dem ihr die körperlichen Spuren einer tätlichen Auseinandersetzung bescheinigt werden, die am 12.8.2001 stattgefunden haben soll.  Blatt 013 EV KVS. gustl-for-help-chronologie Nr. 14.


Blatt 13 Ermittlungsvorgang =>
Körperverletzung (EV KV)
01c 8.8.2002 Petra M. faxt das Attest vom 3.6.2002 kommentarlos an Gustl Mollath (GM).  S. gustl-for-help-chronologie Nr. 15,
HV-Mitschrift v. 8.8.2014 Seite 86,
gustl-glossar.de.
01d 12.8.2002
bis
Ende 2002

GM informiert die Credit Suisse Group und die HypoVereinsbank (HVB) über "Neben-Geld-Geschäfte" seiner Noch-Gattin.  S. gustl-for-help-chronologie Nr. 16,
Briefwechsel mit Banken,
HV-Mitschrift v. 8.8.2014 Seite 149f.
01e Oktober 2002
Martin Maske
(Foto: Mit Facebook verlinkt)

Antworten von  Martin Maske auf Fragen von VRiinLG Escher nach dem Beginn seiner  Beziehung mit Petra M.:

"Wir sind zusammen seit Oktober 2002 (...)"

"1999 wurde ich nach Berlin versetzt zur Vermarktung von Großimmobilien. Im Rahmen von Abschiedsfeier, wo mehrere Personen anwesend waren, habe ich gesagt: wer möchte, der kann mich gerne besuchen oder kann anrufen. Dann habe ich im Jahr 2002, im Oktober, die damalige Frau Mollath angerufen und eingeladen, nach Berlin zu kommen."

(s. HV-Mitschrift v. 14.7.2014 Seite 6.) 

 
Martin Maske ruft Petra M. in Nürnberg an und lädt sie ein, zu ihm nach Berlin zu kommen. Beide gehen eine Beziehung ein.

Das wird hier erwähnt, weil Martin Maske, Manager bei der HVB Projekt GmbH, im Kontext mit dem Tatvorwurf Sachbeschädigungen erklärtermaßen (s. z.B.  HV-Mitschrift v. 14.7.2014 Seite 11) eine Rolle spielen wird.

S.a. Zeile 12 Nr. 1b.
Auszug aus der HV-Mitschrift v. 14.7.2014 Seite 24:

"RA Dr. Strate: Was war exakt Ihr Abreitgeber: Hypo Real Estate oder welche Bank?"

"Martin Maske: Drei Mal umfirmiert. Also ich bin bei der Mutter geblieben und wurde in eine der Immobiliengesellschaften übernommen – zu gleichen Rahmenbedingungen. Damals hieß sie HVB Projekt GmbH, 1999, als ich nach Berlin ging. Dann war ich beauftragt, die Großimmobilien zu vermarkten, die im Bestand waren durch Fusion der beiden Banken."

01f 23.11.2002 "Die PI Nürnberg Ost wird von Petra Maske telefonisch darüber informiert, dass Herr Mollath in der Wöhrder Hauptstraße 13 einen Hausfriedensbruch begangen hat und es zu Handgreiflichkeiten gekommen ist..." S. HV-Mitschrift v. 8.8.2014 Seite 87,

gustl-glossar.de.
01g Ende November/Anfang Dezember 2002 Petra M. erfährt von ihrer Arbeitgeberin, der HypoVereinsbank, immer detaillierter, dass GM gegen sie massive Vorwürfe im Zusammenhang mit ihrer beruflichen Tätigkeit erhebe. S. HV-Mitschrift v. 8.8.2014 Seite 87.
01h 6.12.2002 Der Bruder von Petra Mollath, Robert Müller, stellt Strafantrag wegen des Vorfalls am 23.11.2002 (s.o.). GM soll versucht haben, auf ihn einzuschlagen. S. HV-Mitschrift v. 8.8.2014 Seite 87,

gustl-glossar.de.
01i 9.12.2002 Petra M. wird von Hans Rötzer, damaliger Nürnberger HVB-Direktor, über die Einleitung konzerninterner Ermittlungen unterrichtet, die auf diverse Schreiben von GM zurückzuführen sind. S. HV-Mitschrift v. 8.8.2014 Seite 87, 149.
01j 10.12.2002 "Petra Simbek, die Freundin von Petra Mollath, und ihr Lebensgefährte, der Bruder der Petra Mollath, Robert Müller, erstatten Anzeige gegen Herrn Mollath dahingehend, dass er am 23.11.2002 sie gegen die Wand des Anwesens Wöhrder Hauptstraße gestoßen habe und dann Briefe seiner von ihm getrennt lebenden Ehefrau aus dem Briefkasten entwenden wollte." HV-Mitschrift v. 8.8.2014 Seiten 87.
01k 30.12.2005 Ein leitender Mitarbeiter der Konzernrevision, Hermann-Albrecht Heß, fährt von München nach Nürnberg. Gemeinsam mit dem dortigen Niederlassungsleiter, Herrn Rötzer, wird Frau Mollath mit den Vorwürfen in diesem Schreiben konfrontiert. Die Rechtsabteilung der HypoVereinsbank resümiert später den Eindruck des Herrn Heß von diesem Gespräch mit der lapidaren Feststellung: „Sie beantwortete keine relevante Frage.“ HV-Mitschrift v. 8.8.2014 Seite 151.
01l 30.12.2002 Petra M. zeigt GM wegen angeblichen versuchten Briefdiebstahls am 23.11.2002 an. HV-Mitschrift v. 8.8.2014 Seiten 54, 87, 148f.
01m 2.1.2003 Petra M. teilt der PI Nürnberg Ost mit, dass ihr Mann über eine scharfe Langwaffe aus einer Erbschaft verfügt und eventuell auch eine scharfe Kurzwaffe hat; eine Erlaubnis hierfür habe er wohl nicht. HV-Mitschrift v. 8.8.2014 Seiten 87, 151f.
01n 8.1.2003 Petra M. gibt der HVB-Innenrevision in einem Schreiben zu verstehen, dass sie über brisantes Wissen über interne Praktiken der HVB verfügt (u.a. "Geldtransfers von Nürnberg in die Schweiz"). HV-Mitschrift v. 8.8.2014 Seite 155ff.
01o 15.1.2003 Offizieller Start einer Untersuchung der HVB-Innenrevision zu den Vorwürfen G. Mollaths. S. Vertraulicher Sonder-Revisionsbericht der HypoVereinsbank Seite 1.
01p 15.1.2003 Petra Mollath wird am Vormittag von der internen Revision der HVB erstmals konkret zu den Vorwürfen ihres Mannes angehört. HV-Mitschrift v. 8.8.2014 Seiten 87, 157f.
01q 15.1.2003 Am Nachmittag kommt Petra M. zur KPI Nürnberg und bringt erstmals an diesem Tag die Geschehnisse vom 12.08.2001, sie sei geschlagen, getreten, gebissen und bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt worden, und vom 31.05.2002, sie sei geschlagen und eineinhalb Stunden im Arbeitszimmer eingesperrt worden, zur Anzeige. HV-Mitschrift v. 8.8.2014 Seiten 88, 157f.
01q1 31.1.2003 Richterin Susanne Krischker erlässt einen Untersuchungsbeschluss wegen angeblichem unerlaubten Waffenbesitz. Blatt 039 EV KVBlatt 040 EV KVBlätter <= 39 u. 40 => des polizeilichen Ermittlungs-vorgangs zum Tatvorwurf Körperver-letzung.
01r 19.2.2003 Aus der Sicht von GM erfolgt urplötzlich eine  Hausdurchsuchung wegen angeblichem unerlaubtem Waffenbesitz. 12 Polizeibeamte stellen Mollaths Haus auf den Kopf und finden ein altes Luftgewehr, das er behalten darf. S. gustl-for-help-chronologie Nr. 22,

HV-Mitschrift v. 8.8.2014 Seite 151f.,

gustl-glossar.de.
01s 19./20.2.2003 Der Leiter der HVB-Revisionsabteilung ruft GM an. Daraufhin übersendet GM der HVB weitere Unterlagen, die Petra M. belasten. S. HV-Mitschrift v. 8.8.2014 Seite 159f.
01t 25.2.2003 Petra M. wird mit den neuen Erkenntnissen (s.o.) konfrontiert. Sie erhält noch am gleichen Tag die außerordentliche Kündigung ihres Arbeitsverhältnisses. S. HV-Mitschrift v. 8.8.2014 Seite 160.
01u 17.3.2003 Der HVB-Revisionsbericht ist erstellt und wird unterschrieben.
In ihm steht unter "Zusammenfassendes Ergebnis" folgendes geschrieben:"
S. Vertraulicher Sonder-Revisionsbericht der HypoVereinsbank Seite 17,

gustl-glossar.de.
01v  
  • Die Anschuldigungen des Herrn Mollath klingen in Teilbereichen zwar etwas diffus, unzweifelhaft besitzt er jedoch 'Insiderwissen'. Alle nachprüfbaren Behauptungen haben sich als zutreffend herausgestellt. Die geleisteten Provisionszahlungen hat das Bankhaus Leu mehr oder weniger direkt bestätigt.
  • Es ist nicht auszuschließen, dass Herr Mollath die Vorwürfe bezüglich des Transfers von Geldern von Deutschland in die Schweiz in die Öffentlichkeit bringt. Er selbst spricht in diesem Zusammenhang auch vom 'größten und wahnsinnigsten Steuerhinterziehungsskandal', in den auch die HypoVereinsbank verstrickt sei.
  • Herr Mollath, der einen Handel mit Autoersatzteilen betreibt, war bisher auf die finanzielle Unterstützung durch seine Frau angewiesen [u.a. HVB-Darlehen über ca. 82 TEUR]. Dies birgt die Gefahr, dass er eventuell versucht, sein Wissen zu 'verkaufen'. Hinzu kommt, dass Herr Mollath möglicherweise noch über vertrauliche Belege/Unterlagen aus dem Besitz seiner Frau verfügt."
S. Vertraulicher Sonder-Revisionsbericht der HypoVereinsbank Seite 15.

Anmerkung:
Das "Summary" der HVB-Innenrevision richtet das Interesse der "erlauchten" Adressaten des  Berichtes (s. Vertraulicher Sonder-Revisionsbericht der HypoVereinsbank Seite 1) in erster Linie auf die "Gefahren" für die HVB, die nach Auffassung der HVB-Innenrevision von Mollath ausgehen oder möglicherweise ausgehen.

Der appellative Unterton dieser Zusammenfassung des Prüfungsergebnisses ist nicht zu "überhören".

Ob der unausgesprochene Appell auch entsprechende Folgen zeitigte, muss dahingestellt bleiben.
Möglicherweise war das aus der Sicht der Bank Notwendige - bezogen auf den Zeitpunkt der offiziellen Vorlage des vertraulichen Sonder-Revisionsberichtes - auch schon einige Monate zuvor in die Wege geleitet worden.
  Wie auch immer - der vertrauliche HVB-Sonder-Revisionsbericht vom 17.3.2003 wurde von dem im Verteiler genannten Personenkreis (s. Vertraulicher Sonder-Revisionsbericht der HypoVereinsbank Seite 1) rund 10 Jahre lang geheim gehalten. Erst gegen Ende 2012 sorgte eine anonyme Whistleblowerin oder ein anonymer Whitleblower dafür, dass der vertrauliche Bericht einer breiteren Öffentlichkeit zur Kenntnis gebracht werden konnte.
   
 
01w Icon Report Mainz

"Interner Untersuchungsbericht der HypoVereinsbank belegt Aussagen von Gustl Mollath"

Beitrag vom 13.11.2012


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SZ-Icon

Abgestempelt als "wahnhafte Störung"

Seit sechs Jahren sitzt Gustl Mollath in der Psychiatrie - und das, obwohl ein interner Bericht der Hypo-Vereinsbank seine Hinweise auf Schwarzgeldgeschäfte bestätigt hat. Justizministerin Merk behauptet, die Frage illegaler Finanztransaktionen habe für seine Einweisung keine entscheidende Rolle gespielt.

Bericht vom 16.11.2012 (süddeutsche.de)
Gif

Gustl Mollath und die HypoVereinsbank: Weggeräumt und stillgestellt

Bericht vom 21.11.2012

       
       
01x 15.5.2003 Die inzwischen nach Berlin (s.o. Zeile 01e) verzogene Petra M. sagt vor dem Ermittlungsrichter in Berlin-Tiergarten aus. S. gustl-for-help-chronologie Nr. 26,

HV-Mitschrift v. 8.8.2014 Seiten 19f., 116ff.
01y 23.5.2003 GM wird wegen gefährlicher Körperverletzung (12.8.2001) und wegen Freiheitsberaubung in Tateinheit mit Körperverletzung (31.5.2002) angeklagt. S. gustl-for-help-chronologie Nr. 27.
01z 23.5.2003 "2003-05-23 Petra Mollath versucht gemeinsam mit dem befreundeten Rechtsanwalt Dr. Woertge und einer weiteren Person (die GM als Möbelpacker deutet) in das Haus von Gustl Mollath zu gelangen, um mögliche Beweise zu den Schwarzgeldverschiebungen verschwinden zu lassen."
Später stellt sich heraus, dass es sich bei dem vermeintlichen Möbelpacker um Martin Maske, Manager bei der HVB Projekt GmbH und neuer Lebensgefährte von Petra M., handelte (s.o. Zeile 01e ).
S. gustl-for-help-chronologie Nr. 28 u. 29.










S.a. Hinweis 12 Nr. 2b)

01
aa
11.6.2003 "Im Zuge des Scheidungsverfahrens schreibt Gustl Mollath ans Familiengericht (Scheidungsrichter) mit der Bekanntgabe von Steuerhinterziehung, Schwarzgeldtransfers und Insidergeschäften: "die Tätigkeiten meiner Frau teilten sich in offiziell, steuerlich angegebene und in inoffiziell steuerlich nicht angegebene, für sich selbst und für Kunden" [siehe die ausführliche Anzeige an den Generalstaatsanwalt Neumann]." S. gustl-for-help-chronologie Nr. 30.
01
ab
1.9.2003 Die Ladungen für die auf den 25.9.2003 terminierte Hauptverhandlung gegen GM werden verschickt. S. HV-Mitschrift v. 8.8.2014 Seite 168.
01
ac
16.9.2003 Petra M., die gegen die außerordentliche Kündigung ihres Arbeitsverhältnisses bei der HVB geklagt hatte, schließt einen Vergleich und scheidet endgültig aus den Diensten der HVB aus. S. HV-Mitschrift v. 8.8.2014 Seite 167f., s. dazu auch S. 155ff.
01
ad
17.9.2003 Die Fachärztin für Psychiatrie, Dr. Krach-Olschewsky, fertigt eine ärztliche Stellungnahme für die Rechtsanwältin von  Petra M., Friederike Woertge, an. HV-Mitschrift v. 8.8.2014 Seiten 90, 168ff.

Dr. K.-O. zu ihrer Rolle im Verfahren gegen GM: S. HV-Mitschrift v. 10.7.2014  Seite 42ff.

S.a. Süddeutsche.de v. 22.12.2012: "Gutachten aus der Ferne".
01
ae
23.9.2003 RAin Friederike Woertge faxt die ärztliche Stellungnahme von Dr. K.-O. an das Amtsgericht Nürnberg, Richter Huber. S. HV-Mitschrift v. 8.8.2014 Seiten 90, 174.

Richter Huber zu seiner Rolle im Verfahren gegen GM: S. HV-Mitschrift v. 9.7.2014 Seite 71ff.
Wegen Huber s.a. Schriftsatz vom 1.5.2013 zur Ergänzung des Wiederaufnahmeantrages der Verteidigung Seite 43f. 
01
af
25.9.2003 "Hauptverhandlung Amtsgericht Nürnberg wegen Körperverletzung: Das Gericht beschließt die Aussetzung des Verfahrens (!) und beauftragt den Sachverständigen Thomas Lippert mit der Erstellung eines psychiatrischen Gutachtens, ob beim Angeklagten am 12.8.01 bzw. 31.5.02 die medizinischen Voraussetzungen des §§ 21,20 StGB vorgelegen haben.
Gustl Mollath legt noch am gleichen Tag Beschwerde gegen dieses Urteil ein.
Gustl Mollath übergibt eine Verteidigungsschrift (fälschlich im weiteren Verfahren als Anzeige bezeichnet) mit Anlagen (persönlicher Lebenslauf mit Details zu Schweizer Bankgeschäften und Briefverkehr mit Banken mit Aufforderung zur Beendigung der Geschäfte).
'... übergab der Angeklagte in einem Schnellhefter zusammengefasste Schriftsätze zu seiner Verteidigung, die in keinerlei erkennbarem Zusammenhang mit den Anklagevorwürfen stehen.' [zitiert aus
Urteil von 2006-08-08]"
S. gustl-for-help-chronologie Nr. 34,

HV-Mitschrift v. 8.8.2014 Seite 174f.
01
ag
26.10.2003 "Gustl Mollath schreibt u. a. an Richter Huber, dass er wegen seines Wissens um die Schwarzgeldverschiebungen mundtot gemacht werden solle." S. gustl-for-help-chronologie Nr. 35.
01
ah
9.12.2003

"Gustl Mollath erstattet Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg/Fürth. In der Anzeige benennt er konkret die ihm bekannten Vorgänge der Steuerhinterziehung, Schwarzgeldschiebereien und Insidergeschäfte im Umfeld der HVB und der Tätigkeit seiner Frau dort. (Aktenzeichen: 509 Js 182/04)
Er unterfüttert die Anzeige mit detaillierten Angaben über die Vorgänge und einer langen Liste der Beteiligten (
siehe die ähnlich lautende Anzeige an den Generalstaatsanwalt Neumann vom gleichen Tag)."

S. gustl-for-help-chronologie Nr. 38,

01
ai
26.1.2004 "Der Sachverständige Thomas Lippert teilt dem Gericht schriftlich mit, dass Gustl Mollath nicht zur Begutachtung erschienen sei, 'eine Begutachtung sei damit wohl nur im Rahmen einer polizeilichen Vorführung möglich.'" S. gustl-for-help-chronologie Nr. 40.
02a Otto Brixner
Otto Brixner
(Quelle: NürnbergWiki)


11.2.2004
Otto Brixner, Vorsitzender Richter am Landgericht Nürnberg, ruft i.S. Gustl Mollath beim Finanzamt an. Er sorgt für die >Stilllegung< der Bearbeitung eines Vorgangs.

[S.a.
Nürnberger Nachrichten v. 30.11.2012: "Ein Anruf bei Finanzbehörden stoppte brisanten Vorgang",

Süddeutsche.de v. 20.2.2013: "Zwischen Wut und Wahn",
 

Süddeutsche.de v. 13.4.2013: "Umstrittener Richter mit brisanter Bekanntschaft"

Weitere Ausführungen zu Brixner und dem Verhältnis Brixner/Maske findet man im "Schriftsatz vom 1.5.2013 zur Ergänzung des Wiederaufnahmeantrages der Verteidigung" Seite 33ff.

Otto“ über sein Verhältnis zu „Martin“: S. HV-Mitschrift v. 17.7.2014 Seite 40f. 

Martin“ über sein Verhältnis zu „Otto“: S. HV-Mitschrift v. 14.7.2014 Seiten 16, 17, 32.

De legibus Blog, Oliver Garcia, "Der Fall Mollath: Ein Mehrpersonenstück (Teil 1)".]
S.a. gustl-glossar.de.


S. Schriftsatz vom 1.5.2013 zur Ergänzung des Wiederaufnahmeantrages der Verteidigung Seite 38ff.

Otto B. zum Anruf beim Finanzamt: S. HV-Mitschrift v. 17.7.2014 Seiten 43ff.

Richter Huber zum Anruf Brixners beim Finanzamt: S. HV-Mitschrift v. 9.7.2014 Seite 78.

S.a.
Süddeutsche.de v. 28.2.2013: "Mollath und die Rolle des Richters",

Süddeutsche.de v.1.3.2013: "Verräterischer Aktenvermerk",

Süddeutsche.de v. 3.3.2013: „M.=Spinner“.

02b 19.2.2004 "Die Anzeige von Gustl Mollath von 2003-12-09 [s.o. Zeile 01ah] wird von der Staatsanwältin [Dr. Fili] eingestellt mit der Begründung, es lägen keine >zureichenden tatsächlichen Anhaltspunkte< vor, es gäbe nur einen >pauschalen Verdacht<, die Angaben seien >unkonkret< und ergäben >keinen Prüfungsansatz, der die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens rechtfertigen würde<. [siehe Ablehnung der Anzeige] [siehe auch die Stellungnahme [Video] von Dr. Schlötterer, CSU-Mitglied und ehemaliger hoher Finanzbeamter in Bayern]". S. gustl-for-help-chronologie Nr. 41.
03 22.4.2004 "Erneute Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht Nürnberg-Fürth wegen des Tatvorwurfs der Körperverletzung an seiner Ehefrau: Gustl Mollath stellt Antrag auf Entbindung seines Pflichtverteidigers, der Antrag wird abgelehnt. Der Sachverständige Dr. Thomas Lippert der Gustl Mollath als Zuhörer bei der Verhandlung erlebt, es findet keinerlei gutachtertaugliches Gespräch statt (!), gibt an: Beim Angeklagten liege eine gravierende psychische Erkrankung vor, vermutlich Psychose. Die Prognose sei ungünstig, weil dem Angeklagten >keinerlei Krankheitseinsicht< vorläge. Gefahr, dass Unbeteiligte Opfer werden könnten bestehe, nur eine stationäre Beobachtung könne weitere Erkenntnisse bringen. Das Gericht beschließt die Unterbringung gem. § 81 StPO in das Klinikum am Europakanal und gibt ein medizinisches Gutachten bei Dr. med. Wörthmüller, dem Leiter der forensischen Abteilung in Auftrag. Eine Entlassung hat zu erfolgen, sobald der Untersuchungszweck erreicht ist. Beschluss zur Gutachtenerstellung [PDF-Datei] Vollzug der Einweisung durch Kripo Nürnberg [PDF-Datei]" S. gustl-for-help-chronologie Nr. 43.

Richter Eberl zu seiner Rolle im Verfahren gegen Mollath: S. HV-Mitschrift v. 11.7.2014 Seite 1ff. 













Der von Richter Eberl gefasste  Unterbringungsbeschluss war verfassungswidrig (s.a. Strafanzeige Strate).


S.a. De legibus Blog, Oliver Garcia, "Der Fall Mollath: Ein Mehrpersonenstück (Teil 5)".
04 30.6.2004
bis
7.7.2004
Nach einer rüden Festnahme wird GM in die Erlanger Forensik verbracht, muss aber schon wenige Tage später wieder entlassen werden. 
Dr. Wörthmüller und Richter Eberl wollten M. nahtlos an den Bayreuther Forensik-Kollegen Dr. Leipziger „weiterreichen“. Ein Staatsanwalt verhindert das (s. z.B. gustl-for-help-chronologie Nr. 49 und HV-Mitschrift v. 14.7.2014 Seite 73f.).  

[Zeuge Heinz Westenrieder zu Dr. Wörthmüller: S. HV-Mitschrift v. 14.7.2014 Seite 57.]

Näheres (z.B. Befangenheitserklärung Dr. Wörthmüllers) s. z.B. gustl-for-help-chronologie Nr. 47 bis 49.

2014 wird GM auch für diese (verfassungswidrige) Unterbringungszeit eine Entschädigung  zugesprochen (s. Urteil vom 14.8.2014).


Dr. Wörthmüller zu seiner Rolle im Verfahren gegen Mollath: S. HV-Mitschrift v. 17.7.2014 Seiten 1ff. 

S.a. De legibus Blog, Oliver Garcia, "Der Fall Mollath: Ein Mehrpersonenstück (Teil 5)".
05 14.7.2004 Amtsgericht N sendet GM-Gerichtsakten an Dr. Leipziger, BKH Bayreuth. S. gustl-for-help-chronologie Nr. 51.

S.a. De legibus Blog, Oliver Garcia, "Der Fall Mollath: Ein Mehrpersonenstück (Teil 2)".
06 4.8.2004 Mollath sendet an "RA Dr. Woertge", Rechtsanwalt seiner Ex-Gattin, ein zweiseitiges Fax-Schreiben (Seite 2), in dem er sich gegen dessen Methoden verwahrt und Dr. W. zum wiederholten Male Hausverbot erteilt.  

Dr. W. lässt M. Maske eine Kopie des Schreibens zukommen und gibt es seinem Sozius W. Greger zur Kenntnis. 

[Dr. Woertge zu seiner Rolle im Verfahren gegen GM: S. HV-Mitschrift v. 10.7.2014 Seiten 64ff. 
Dr. Woertge über sein Verhältnis zu M. Maske: S. HV-Mitschrift v. 10.7.2014 Seiten 70f., 81.]

S. gustl-for-help-chronologie Nr. 52. 

Fax-Schreiben s. Blatt 15 u. 16 EV SB (In dem Schreiben werden viele Namen genannt, weil M. das Beziehungsgeflecht Dr. Ws. darstellen will.)
 
Wegen Kopie an Maske und zur Kenntnisnahme an Greger s. Blatt 15 EV SB oben rechts, unter dem Eingangsstempel.

Das Fax-Schreiben wird später zu "Ermittlungszwecken" Polizei-Oberkommissar (POK) Grötsch übergeben werden. 

07 27.8.2004

Dr. Leipziger teilt dem Gericht mit, dass ab dem 15.9.2004 eine stationäre Unterbringung Mollaths zur Begutachtung stattfinden könne. 

S. gustl-for-help-chronologie Nr. 53.
08 16.9.2004 "Richter Eberl vom AG Nürnberg erlässt einen Beschluss, wonach GM für die Dauer von höchstens fünf Wochen zur Beobachtung in das BKH Bayreuth verbracht werden darf. >Er ist zu entlassen, sobald der Untersuchungszweck erfüllt ist.< Mit der Beantwortung der Fragen, ob zu den Tatzeiten am 12.08.2001, 31.05.2002 und 23.11.2002 die Voraussetzungen der §§ 20,21 StGB (Schuldunfähigkeit oder erheblich verminderte Schuldfähigkeit) bzw. von § 63 StGB (Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus) vorgelegen haben, wird Dr. Leipziger beauftragt. Begründet wird der Beschluss mit dem dringenden Verdacht, dass der Angeklagte die vorgeworfenen Taten begangen habe." S. gustl-for-help-chronologie Nr. 55.

Auch dieser von Richter Eberl gefasste  Unterbringungsbeschluss war verfassungswidrig (s.a. Strafanzeige Strate). 
08a
Hinweis 1:


Tatsächlich festgenommen und im Bezirkskrankenhaus (BKH) Bayreuth untergebracht wurde Mollath erst am 13. (Festnahme, danach polizeiliches Gewahrsam) bzw. 14.2.2005 (Verbringung des Festgenommenen nach Bayreuth). S.a. Zeile 27.

Objektiv war es so, dass Mollath allein aufgrund der angeklagten „Beziehungstaten“ (mutmaßliche Körperverletzung im August 2001, mutmaßliche Freiheitsberaubung/Körperverletzung Ende Mai 2002, mutmaßlicher Briefdiebstahl im Spätjahr 2002 – alles angeblich zum Nachteil seiner damaligen Noch-Gattin) niemals gemäß § 63 StGB für allgemeingefährlich erklärt hätte werden können, zumal seit diesen mutmaßlichen Taten im September 2004 bereits über drei respektive gut zwei oder knapp zwei Jahre vergangen waren.  

Das wusste kaum einer besser als Dr. Leipziger, dem die Gerichtsakten ja bereits seit 14.7.2004 vorlagen (s. Zeile 05). Dieses Wissen muss sich herumgesprochen haben.
 
08b 31.12.2004
bis
1.2.2005
In diesem Zeitraum soll Gustl Mollath insgesamt 20 Sachbeschädigungen an Kraftfahrzeugen (und Schießpulver!) begangen haben. Die angeblichen Sachbeschädigungen (SB) Mollaths werden auf der Seite I im Detail  dargelegt (s.u. Zeilen 09 bis 22).
08c
Hinweis 2:


Sachbeschädigungen an Kfz, namentlich Reifenstechereien, sind in Großstädten ein „Massenphänomen“ (s. dazu HV-Mitschrift v. 15.7.2014 Seite 15 – Zeuge Grötsch: „A Unmenge, an Zahlen kann ich es nicht festlegen. Aber massenhaft ist das in der Großstadt.“ Siehe dazu auch Zeile 14 Spalte 6.

Später konnten einige - unter demzufolge sehr vielen - Personen, deren Fahrzeugreifen/Autoscheiben/Schießpulver in dem Zeitraum vom 31.12.2004 bis 1.2.2005 in der Großstadt Nürnberg oder in deren Nähe beschädigt worden waren (nachweislich unterschiedliche Tatmodi) aufgrund eines Geschädigten-Hinweises und des Fax-Schreibens Mollaths vom 4.8.2004 an Dr. Woertge (s. Zeile 06) sowie einiger darüber hinaus gehenden Hintergrundinformationen Martin Maskes und/oder der Ex-Gattin Mollaths irgendwie in irgendeinen Zusammenhang mit Mollath gebracht werden („Serientat“).
 
09 31.12.2004/
1.1.2005
1. SB bei Regine und RA Wolfgang Greger (= Sozius von Dr. Woertge) sowie bei den "Zufallsgeschädigten" Porzelt und Schuler. S. Zeile 09 (enthält einige aufschlussreiche Hinweise).
10 "05./07.1.2005" SB bei Thomas Lippert, einem der psychiatrischen Gutachter. S. Zeile 10 (enthält einige aufschlussreiche Hinweise).
11 5./6.1.2005 1. SB bei Dr. Woertge (Sozius von W. Greger, RA von Petra M., seine Gattin Friederike W. war die RAin von Petra M. im Scheidungsverfahren). S. Zeile 11 (= höchstinteressant!)
11a Hinweis 3 zur Zeile 11 - Betreff: Zeugenaussagen von Dr. Woertge.
12 5./10.1.2005 SB bei Spedition Saukel GmbH und Paul Saukel. S. holte im Auftrag des Gerichtsvollziehers Hösl (s.u.) Fahrzeuge bei GM ab. S. Zeile 12 (bei S. soll Mollath sogar Schießpulver beschädigt haben).
13 14.1.2005 SB bei E. Hösl.
Bei H. handelt es sich um jenen Obergerichtsvollzieher, der auf Betreiben von Petra M. bzw. ihres Anwaltes bei GM Fahrzeuge gepfändet hatte und in dessen Auftrag die Spedition Saukel (s.o.) tätig geworden war.
S. Zeile 13 (enthält einige aufschlussreiche Hinweise).
14 "16.01.2005" Angebliche Installation einer polizeilichen Videoaufzeichnungsanlage am Anwesen von W. und R. Greger (s.o. Zeile 09). S. Zeile 14 (Lektüre wird dringend empfohlen).
15 "17.01.2005" SB bei M. Brose, Mitarbeiter bei Spedition Saukel (s.o. Zeile 12). S. Zeile 15 (sollte man im Auge behalten).
16 18./19.1.2005 2. SB bei W. und R. Greger (s.o. Zeilen 09 u. 14). S. Zeile 16. Die SB wurde bemerkenswerterweise nicht aufgezeichnet (s.o. Zeile 14).
17 18./19.1.2005 2. SB bei Dr. Woertge (s.a. Zeile 11). S. Zeile 17 (s. insbesondere Hinweis in Spalte 3, M. Maske betreffend).
18 20.1.2005 SB bei O. und S. Sperl. S. Zeile 18.
18a Hinweis 4 zur Zeile 18 - Betreff: Noch Unwissen von POK Grötsch um die "Verbindung" Sperl/Mollath.
19 24./25.1.2005 SB bei U. Spörl, einem Nachbarn von Dr. Woertge. S. Zeile 19 (s. insbesondere Hinweis in Spalte 4).
20 25.1.2005 W. Greger meldet telefonisch eine 3. SB. S. Zeile 20. Auch diese SB wurde bemerkenswerterweise nicht aufgezeichnet (s.o. Zeilen 14 u. 16).
20a Hinweis 5 zur Zeile 20 - Betreff: W. Greger "taucht (aktenkundig vorübergehend) ab", dafür tauchen in der Akte plötzlich zwei Schriftstücke auf.
21 30./31.1.2005 SB bei Max. W. Saukel, Sohn von Paul S., dem Inhaber der Spedition Saukel GmbH (s.o. Zeilen 12 u. 15). S. Zeile 21. Die diversen SB bei Saukel werden sich als ein Schlüssel zur Aufdeckung des Komplotts erweisen.
22 31.1./1.2.2005 "Mega-SB" bei Fa. Lunkenbein/J. Zimmermann, langjähriger Schulfreund von Martin Maske. S. Zeile 22 (s. insbesondere Hinweis in Spalte 5). Auch die SB bei Zimmermann werden sich als ein Schlüssel zur Aufdeckung des Komplotts erweisen.
22a Hinweis 6 - Betreff: Weitgehendes Unwissen POK Grötschs um die in den Zeilen 09 bis 22 aufgeführten Sachbeschädigungen.
22b Ende Januar/
Anfang Februar 2005
bis
13. Kalenderwoche 2005
(= 28.3. bis 1.4.2005)
Im Februar verlaufen die tatsächlichen  "Ermittlungen" schleppend, ein gezieltes Vorgehen ist erst ab Anfang März 2005 zu erkennen. Die in diesen Zeitraum fallenden Ereignisse werden auf der Seite II dargelegt (s.u. Zeilen 22c bis 33).
22c Hinweis 7 - Betreff: Die Videoaufnahmen vom 1.2.2005, 4:08 Uhr.
22d Hinweis 8 - Betreff: Merkwürdige Verortung der Videoaufzeichnungen (Fotos) in der Ermittlungsakte.
23 "04.02.2005,
11:07 Uhr"
Die Videoaufzeichnungen vom 1.2.2005, 4:08 Uhr, sollen Petra M. am 4.2.2005 "zur Ansicht gebracht" worden sein. S. Zeile 23.

Martin M. war auch dabei.
24 "04.02.2005,
09:50 Uhr"
"Festnahme-Versuch" und Hausdurchsuchung bei Gustl Mollath. S. Zeile 24.
25 "04.02.2005",
11:07 bis 11:40 Uhr"
Petra M. soll laut einer von ihr und dem Vernehmer unterzeichneten Niederschrift zu Sachbeschädigungen angehört worden sein, von denen die Vernehmungsteilnehmer zu diesem Zeitpunkt noch gar nichts wussten. S. Zeile 25.
25a Hinweis 9 - Betreff: Die Angaben in der Zeugenvernehmungs-Niederschrift (s.o. Zeile 25) widersprechen anderen Gegebenheiten und Aussagen.
26 "09.02.2005" Der polizeiliche Ermittler will an diesem Tag den Geschädigten Zimmermann zu einer schriftlichen Zeugen-Äußerung aufgefordert haben. S. Zeile 26.
26a Hinweis 10 - Betreff: Das aktenkundige Eingangsdatum der Antwort Zimmermanns (s.o. Zeile 26) liegt drei Wochen vor dem Tag, an dem Zimmermann seine Zeugenäußerung unterschrieben hat.
27 13./14.2.2005 Festnahme Mollaths, polizeiliches Gewahrsam und Verbringung ins BKH Bayreuth. S. Zeile 27.
28 15.2.2005 "Reserviert" für die Aufklärung einer Rückdatierung S. Zeile 28.
29 16.2.2005 Anruf bei U. Spörl wegen "Vereinnahmung" seiner SB (s.o. Zeile 19). S. Zeile 29.
29a Hinweis 11 - Betreff: Hier wird der Nachweis für eine weitere Rückdatierung geführt.
29b Hinweis 12 - Betreff: Hier geht es um die Relevanz und Herkunft zweier Schriftstücke, die plötzlich in der Ermittlungsakte auftauchen (s.o. Zeile 20a).
29c Hinweis 13 - Betreff: Eine Zwischenbilanz.
30 2.3.2005 W. Greger, der Sozius von Dr. Woertge, tritt nach Wochen wieder aktenkundig in Erscheinung und berichtet von "gefährlichen Sachbeschädigungen" (s.o. Zeile 20a). S. Zeile 30.
30a Hinweis 14 - Betreff: Für Richter Otto Brixner ist Gregers Zeugenäußerung eine "Vorlage".
31 März  2005 M. Maske stößt auf die SB bei seinem langjährigen Schulfreund J. Zimmermann (s.o. Zeile 22).
S. Zeile 31.
31a Hinweis 15 - Betreff: Ein "Ghostwriter" Zimmermanns liefert die Idee  für die Zielgruppe der "Serientat Mollaths".
32 Mitte März
bis
Mitte April 2005
Die SB bei Hösl, Sperl, Lippert und Saukel werden "ausgegraben". S. Zeile 32.
33 21.3.2005 Gustl Mollath darf das BKH Bayreuth wieder  verlassen. S. Zeile 33.
33a 13. Kalenderwoche 2005
(= 28.3. bis 1.4.2005)
bis Ende April 2005
Nach einem Anruf von Dr. Leipziger bei Richter Eberl (s.u. Zeile 34) werden einige Leute aktiv, die polizeilichen "Ermittlungen"  werden merklich intensiviert. Die in diesen Zeitraum fallenden Ereignisse werden auf der Seite III dargelegt (s.u. Zeilen 34 bis 62).
34 13. Kalenderwoche 2005 Anruf Dr. Leipzigers bei Richter Eberl. S. Zeile 34.
35 Sonntag,
3.4.2005
Martin M. und Petra M. verfassen ein Schreiben an POK Grötsch. S. Zeile 35.
36 Montag,
4.4.2005
Die Strafanzeige Dr. Woertge gegen GM geht bei POK Grötsch ein. S. Zeile 36.
37 Montag,
4.4.2005
POK Grötsch notiert auf einem Aktenblatt zur SB Saukel: "Mollath hier nicht Spurenverursacher 04.04.05" S. Zeile 37.
37a Hinweis 16 - Betreff: Ein weiterer Beleg dafür, dass POK G. erst sehr spät auf die SB bei Saukel und ihren möglichen Zusammenhang mit Mollath aufmerksam gemacht wurde (s.a. Hinweis 9 und Hinweis 10).
38 Mittwoch,
6.4.2005
Das Schreiben, das M. Maske und Petra M. am Sonntag, dem 3.4.2005, verfasst haben (s.o. Zeile 35) landet bei POK Grötsch. S. Zeile 38.
39
bis
58
11.4.2005,
12.4.2005
Sämtliche Formulare "Tatblatt" (20) werden binnen 2 Tagen erstellt, davon 19 von POK G. S. Zeile 39 bis Zeile 58.
S. insbesondere Zeilen 39 (Unterschrift des Vorgesetzten von POK G.), 52 (SB an Schießpulver!)
59 17.4.2005 Lippert verfasst ein Schreiben an POK Grötsch, das am 18.4.2005 bei selbigem eingeht (handschriftlicher Eingangsvermerk). S. Zeile 59.
60 18.4.2005 Laut Akte soll an diesem Tag der Saukel-Mitarbeiter M. Brose zu seiner SB (s. Zeile 15) vernommen worden sein. S. Zeile 60 (Der noch recht junge Mann konnte sich im WAV 2014 an diese Vernehmung nicht erinnern.)
60a 18.4.2005 Der Geschädigte W. Saukel reicht eine weitere Unterlage nach. S. Zeile 60a.
61 Tage nach dem 18.4.2005 In diesen Tagen wurde der Ermittlungsvorgang (einstweilen) abgeschlossen und die Akte paginiert. S. Zeile 61.
62 26.4.2005 In Sachen SB bei J. Zimmermann/Fa. Lunkenbein findet eine "telefonische Nachvernehmung" statt. S. Zeile 62.
63 26.4.2005 "Dr. Leipziger fragt schriftlich bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg im Anschluss an ein Telefonat mit Richter Eberl nach >Ermittlungsergebnissen jüngeren Datums über möglicherweise strafrechtlich relevante Verhaltensweisen des Beschuldigten<, um diese in die Begutachtung mit einbeziehen zu können." S. Zeile 63.

S. gustl-for-help-chronologie Nr. 64.
64
bis
65
29.4.2005
bis
Mitte Mai 2005
Die Versendung des Ermittlungsvorgangs zu den Sachbeschädigungen (EV SB) an die Staatsanwaltschaft verzögert sich. Indessen wird der polizeiliche Ermittlungsvorgang massiv "aufgerüstet". Die in diesen Zeitraum fallenden Ereignisse werden auf der Seite IV dargelegt (Zeilen 64 bis 65).
65a Hinweis 17 - Betreff: Die massive Aufrüstung des polizeilichen Ermittlungsvorgangs zu den Sachbeschädigungen.
65b 4.5.2005 Bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth notiert ein StA in eine Akte:
"Von Dr. Leipziger wurde nach Rücksprache mit Richter Eberl zur Begutachtung um neue, weitere Vorgänge gegen Herrn Mollath gebeten."
S. gustl-for-help-chronologie Nr. 65.
66 Mitte Mai 2005 Der EV SB wird nicht nur der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth vorgelegt, eine Kopie wird gleichzeitig auf einem ungewöhnlichen Dienstweg an Richter Eberl vom Amtsgericht Nürnberg verschickt. Diese Kopie landet Anfang Juni 2005 beim Mollath-Gutachter Dr. Leipziger. S. Zeile 66.
66a Hinweis 18 - Betreff: Dokumente zur Versendung eines Abdrucks des EV SB an Dr. Leipziger.
67 19.5.2005 Eingang des EV SB bei der Staatsanwaltschaft. S. Zeile 67.
68 2. Maihälfte 2005 Eingang einer Kopie des kompletten EV SB (s.o.) bei Richter Eberl vom Amtsgericht Nürnberg. S. Zeile 68.
69 25.5.2005 StA Schorr verfügt die Versendung einer Kopie des polizeilichen Schlussberichts  vom 12.5.2005 an den Gutachter Dr. Leipziger. S. Zeile 69.
70 31.5.2005 Parallel wir von einer anderen Stelle eine Kopie des kompletten EV SB an Dr. Leipziger verschickt. S. Zeile 70.
71 2.6.2005 In Vollzug der Verfügung von StA Schorr v. 25.5.2005 (s.o. Zeile 69) wird der Schlussbericht vom 12.5.2005 an Dr. Leipziger gefaxt. S. Zeile 71.
72 25.7.2005 Dr. Leipziger unterschreibt  sein forensisch-psychiatrisches Gutachten über Gustl Mollath und schickt es an das Amtsgericht Nürnberg, wo es am 29.7.2005 eingehen wird. S. Zeile 72.
72a Hinweis 19 - Betreff: Die Bezüge im Gutachten Dr. Leipzigers auf den ihm auf Nebenwegen zur Verfügung gestellten kompletten Ermittlungsvorgang zu den Sachbeschädigungen und die Bedeutung der angeblichen Sachbeschädigungen Mollaths für Leipzigers Begutachtungsergebnis.
73 11.8.2005 Das Strafverfahren zum Tatvorwurf Sachbeschädigungen wird von der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth gemäß § 154 Abs. 1 StPO eingestellt. S. Zeile 73.
74 15.8.2005 Die Straf-Antragsteller werden über die Einstellung des Verfahrens informiert, darunter auch die Geschädigten W. Greger und Dr. Woertge. S. Zeile 74.
75 29.9.2005
bis
10.10.2005
Die Geschädigten W. Greger u. Dr. Woertge legen Beschwerde gegen die Einstellung des SB-Strafverfahrens gegen Mollath ein. Auf Richter Eberls Wunsch kommt die Staatsanwaltschaft diesen Beschwerden umgehend nach und hebt die Einstellung des Verfahrens wieder auf. S. Zeile 75.
75d Hinweis 20 - Betreff: Anmerkungen zur Aufhebung der Einstellung und Wiederaufnahme des SB-Strafverfahrens gegen Gustl Mollath.
76 14.10.2005  "Verbindung" des  SB-Strafverfahrens mit dem Strafverfahren Körperverletzung/
Freiheitsberaubung/Briefdiebstahl.
S. Zeile 76.
77 29.12.2005 Vorlage des Strafverfahrens beim Landgericht Nürnberg-Fürth. S. Zeile 77.
78 Januar 2006 Die Zuständigkeit der 7. Strafkammer des Landgerichts unter dem Vorsitz von O. Brixner wird "herbeigeführt". S. Zeile 78.
79 27.1.2006 Die 7. Strafkammer beschließt die Übernahme des Strafverfahrens gegen Mollath. S. Zeile 79.
80 1.2.2006 Die 7. Strafkammer erlässt einen Unterbringungsbefehl gegen GM. S. Zeile 80.
81 27.2.2006 GM stellt sich der Polizei und wird festgenommen. Es folgen 7 1/2 Jahre in der Psychiatrie. S. Zeile 81.
81a 7.8.2006 Beschluss über die Zulassung der "Antragsschrift" der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth vom 6.9.2005 (= Anklage der Sachbeschädigungen - s. Zeile 75c). S. Zeile 81a.
82 8.8.2006 Hauptverhandlung und Unrechtsurteilsspruch. S. Zeile 82.
82a Hinweis 21 - Betreff: Die Bezüge in der Begründung des Unrechtsurteils vom 8.8.2006 zum Hergang des Tatvorwurfs Sachbeschädigungen.
83 Resümee